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Die zwei Partner-Unternehmen feiern genau heute ihre 40 bzw. 30 Jahre: In diesem “doppeltem Interview” an die zwei Firmengründer durchlaufen wir deren Geschichte zwischen Anekdoten und Kuriositäten. Dabei ist der Blick wie immer auf die Zukunft gerichtet.

Gewisse Straßen kreuzen sich durch Zufälle, die ein wahrer “Schabernack des Schicksals” zu sein scheinen. Allerdings entstehen oft und gerne die leidenschaftlichsten Geschichten aus diesen Situationen. So war es auch für ATLA und TAG, die sich an einem bestimmten Punkt ihres Streckenverlaufs getroffen haben, um eine Partnerschaft ins Leben zu rufen, die mehr denn je erfolgreich und solide ist.

Gehen wir jedoch ein paar Schritte zurück, denn diese Anekdote ist mehr als einzigartig: Am 24. Oktober 1978 ergreift ein junger Luftfahrtingenieur in Chieri (TO) nach einer Arbeitserfahrung in der
Automobilbranche die Gelegenheit, einige Maschinen und eine Halle zu übernehmen und beschließt, gemeinsam mit seiner Frau, sich selbständig zu machen. So entsteht ATLA, Azienda Torinese Lavorazioni Aeronautiche (Turiner Unternehmen für Luftfahrtverarbeitungen).

10 Jahre später sind wir am 24. Oktober 1988 in der Brianza: Ein junger Mann, der vom Hüttenwesen begeistert ist, ein Angestellter eines Unternehmens von Wärmebehandlungen, wird sich dessen bewusst, dass innerhalb der Branche bedeutende technologische Innovationen einzuführen sind. Bis zu diesem Zeitpunkt war es noch niemandem gelungen, diese zu realisieren. Um sein Ziel zu verfolgen, gründet er TAG.

Kommen wir also zum heutigen Tag, den 24. Oktober 2018: Die zwei Unternehmen feiern zwei wichtige Jubiläen: 40 Jahre für ATLA und 30 Jahre für TAG. Beide haben zweifelsohne viel Weg zurückgelegt und das Wachstum geht weiter. Heute besteht die größte Zufriedenheit jedoch darin, voller Vertrauen in dem Bewusstsein in die Zukunft zu blicken, dass mit großer Anstrengung und Entschlossenheit Stück für Stück zwei Realitäten geschaffen wurden, die sich im Panorama der italienischen und internationalen Unternehmen der Branche glanzvoll absetzen.

Wir haben die zwei Gründer von ATLA und TAG, den Ing. Ettore Gandini und Antonino Silipigni interviewt, um diese Geschichte direkt mit ihren Worten zu hören.

Ein eigenes Unternehmen aufzubauen ist nie eine einfache Entscheidung: Welche Chancen haben Sie erahnt? Und welche Schwierigkeiten?

EG: “Für uns ist die größte Schwierigkeit, heute wie damals, die ausländische Konkurrenz angehen zu müssen. Wir sind ein relativ kleines Unternehmen im Vergleich zu Großkonzernen wie GE oder Siemens. Allerdings sind wir oft die Einzigen gewesen, die ein extrem innovatives Qualitätsprodukt anbieten, wie unsere Partnerschaft mit Mitsubishi anzeigt”.

AS:“Was uns angeht, waren unsere größten Schwierigkeiten am Ende der ’80er Jahre finanzieller Art, um die notwendigen Investitionen machen zu können. Nachdem damals außerdem die Vakuum- und Plasma-Technologien in Italien noch nicht verbreitet waren, gesellten sich auch Schwierigkeiten mit Logistik und Anlagen zu den Ersteren. Unsere Chancen entstanden dadurch, dass wir in unserem Land die Ersten waren, welche die Straße der Innovation eingeschlagen haben”.

Auf Basis welcher Philosophie hat sich der Unternehmenswachstumsverlauf bis heute entwickelt?

EG:“Unsere Zielsetzung ist es, bei den hoch technologischen Spezialprozessen führend zu sein und dabei mit der Zeit zu gehen und vor der Konkurrenz in die fortschrittlichsten Technologien zu investieren. Wir blicken auch respektvoll in Richtung der Jugend. Wir möchten, dass unser Unternehmen dynamisch ist und vor allem bei der Organisation das richtige Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern bietet”.

AS: “Die in jenen Jahren gereifte Erfahrung hatte mich von der Tatsache überzeugt, dass es für einen wettbewerbsfähigen Marktauftritt vor allem zwei zu betätigende Hebel gibt: Den des Preises oder den der technologischen Innovation. Der Einsatz des niedrigeren Preishebels wurde sofort ausgeschlossen. Wir haben uns folglich auf das Thema der technologischen Innovation konzentriert, die noch heute die Sicht von unserer Zukunft stützt”.

Wie haben sich ATLA und TAG getroffen?

EG: “Wir haben begonnen, die gleichen Kunden zu besuchen. Das ausschlaggebende Treffen erfolgte, um die Notwendigkeiten von Fiat Avio (heute Avio Aero der Gruppe GE Aviation, Anm. d. Red.) zu erfüllen. Bei diesen Gelegenheiten haben wir uns besser kennenlernen können und haben entdeckt, dass wir uns ergänzen. Die Wärmebehandlungen waren zweifelsohne der ausschlaggebende Faktor”.

AS: “Genau. In einem gewissen Sinn hat es sich um “Liebe auf den ersten Blick” gehandelt, weil wir Vision und Strategie zu 100 % teilten. Es war natürlich, unsere beiden Realitäten in die Gruppe einzuführen, die sie jetzt ist”.

Was sind Vorteile und Zukunftsaussichten dieser Gruppe?

EG: “Wenn wir unsere Kräfte vereinen, können wir sowohl im IGT- als auch im Avio-Feld zu einem wichtigen Player werden. Folglich ist unsere Zielsetzung zweifelsohne, diese Partnerschaft immer mehr zu verstärken”.

AS: “Der Hauptvorteil besteht in der Vertikalisierung der integrierten Prozesse für die Lieferung eines Endprodukts im High-Tech-Bereich”.

Was ist dagegen ihre eigene Zukunftsvision als Unternehmen?

EG: “Es läuft gerade ein Generationswechsel ab. Wir verändern uns wieder und nähern uns neuen Märkten an. Unser Wille ist es sicher, die Gruppe zu festigen und zu kräftigen”.

AS: “Die Zukunftsvision bezieht sich auf unsere ursprüngliche Überzeugung, die den starken Wunsch einer Unternehmensstruktur hegte, die mit der Absicht, unseren Kunden aktiv Lösungen anzubieten, in Richtung Kompetenz und Innovation projiziert war”.

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